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Starker Rücken, starke Stütze: Mit diesen Tipps lässt sich der Schmerz behandeln Gesundheit 

Starker Rücken, starke Stütze: Mit diesen Tipps lässt sich der Schmerz behandeln

Was das Volksleiden der Deutschen ist? Ganz klar, Rückenschmerzen! Hierzulande leiden über 80 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal in ihrem Leben an Rückenschmerzen. Die Mehrzahl ist von sogenannten unspezifischen Rückenschmerzen betroffen. Das bedeutet, die Schmerzen sind nicht das Symptom einer Krankheit, sondern werden durch Verspannungen, verkürzte oder überdehnte Muskeln ausgelöst. Gründe hierfür können zum Beispiel folgende Ursachen sein:


Was du bei Rückenschmerzen eher vermeiden solltest
  • Chronische Fehlhaltung
  • Überlastung durch Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • Überstrapazierung durch falsches/zu intensives Training
  • Zugluft
  • Falsches Schuhwerk
  • Verschleißerscheinungen der Gelenke

Dahingegen tritt der spezifische Rückenschmerz deutlich seltener auf. Er ist meist eine Begleiterscheinung einer anderen direkten oder indirekten Erkrankung des Rückens bzw. der Wirbelsäule. Zu den Ursachen spezifischer Rückenschmerzen gehören beispielsweise

  • Arthrose
  • Bandscheibenvorfall
  • Hexenschuss
  • Skoliose
  • Wirbelgleiten
  • Tumore

Vorbeugen ist besser als Heilen

Wie die Redewendung „Wer rastet, der rostet“ schon sagt, gehört Bewegungsmangel zu einem der Hauptgründe für Rückenschmerzen. Daher sollten regelmäßige Aktivitäten ein Muss zur Vorbeugung dieser sein. Ob Schwimmen, Wandern, Radfahren, Gymnastik, Pilates oder Yoga – es gibt eine Vielzahl an rückenschonenden Sportarten, die nicht nur gut für die Gelenke sind, sondern auch die Rückenmuskulatur stärken. Auch im Alltag gilt, dass wir uns mehr bewegen sollten, insbesondere gilt dieses für alle „Schreibtischtäter“. Nimm lieber die Treppen als den Fahrstuhl und verharre nie länger als 30 Minuten in ein und derselben Position. Achte auch auf deine Matratze, denn zu harte Matratzen führen dazu, dass sich dein Rücken verspannt und deine  Beschwerden zunehmen. Dahingegen geben weiche Matratzen deinem Rücken nicht genügend Halt. Am besten eignen sich mittelharte Matratzen, die sich der Krümmung deiner Wirbelsäule optimal anpassen.

Ist der Schmerz aber erst einmal da, fühlt sich keiner danach Bäume auszureißen. Dennoch ist Bettruhe bei akuten Rückenschmerzen auf keinen Fall empfehlenswert. Du solltest lieber maßvoll körperlich aktiv bleiben und dabei auf zu langes Sitzen und Stehen, Heben, Vor- und Rückwärtsbeugen der Wirbelsäule vermeiden.

Frau bei Yoga Übungen für den Rücken
Wer regelmäßig Sport macht (z. B. Schwimmen, Wandern oder Yoga) stärkt seine Rückenmuskulatur.

Rückenschmerzen behandeln

Besteht keine chronische Rückenerkrankung, ist der Schmerz meist harmlos und vergeht oft nach wenigen Tagen wieder. Aber auch diese wenigen Tage lassen sich erträglicher gestalten. Ob Salben, Wirkstoff-Pflaster, Wärmeauflagen oder Schmerztabletten – je nach Ursache gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Wir stellen dir die wichtigsten vor:

Wärme

Packungen von ThermaCare Wärmeumschlägen
Die Wärmeumschläge von ThermaCare erhitzen sich durch chemische Prozesse selbstständig auf 40°C und halten diese Temperatur bis zu 12 Stunden konstant. Sie bieten eine optimale Kombination aus Langzeit- und Tiefenwärme. Verschiedene Rückenumschläge und Auflagen, ab 8,53 EUR

Kuschelig mag es jeder, warum dann nicht die praktische Tiefenwärme von speziellen Wärmeauflagen und Umschlägen nutzen, die du direkt an Ort und Stelle des Schmerzes fixieren kannst. Durch die tiefenwirksame Wärme wird die Durchblutung im betroffenen Gewebe und den tieferen Muskelschichten gesteigert, Blockaden werden so nach und nach gelöst. Um eine optimale Wirkung zu erzielen, ist es vorm Vorteil, wenn eine Temperatur von rund 40°C konstant über einen längeren Zeitraum – am besten über mind. 8-12 Stunden – in die verspannten Muskeln eindringt. Alternativ kann auch auf Infrarotlampen oder erwärmte Kirschkernkissen zurückgegriffen werden, die aber meist schwieriger in den Alltag einzubinden sind und die optimale Temperatur nicht konstant halten. Denke aber daran, dass die Wärmetherapie bei akuten Entzündungen, Fieber sowie chronischen unspezifischen Rückeschmerzen nicht zu empfehlen ist.

Salben und Cremes

Werden diese mit ihren medizinischen oder pflanzlichen Wirkstoffen direkt auf die schmerzende Körperstelle mehrmals täglich aufgetragen, können sie je nach Wirkstoff schmerzstillend oder durchblutungsfördernd sein. Die meisten Salben ziehen schnell ein und pflegen die sensible Haut zusätzlich. Schmerzsalben und -cremes sind vor allem für akute, leichte und mittelstarke Beschwerden geeignet. Aber Achtung: Nicht auf Wunden auftragen.

Wirkstoff-Pflaster

Durchblutungsfördernde Wirkstoff-Pflaster erwärmen deine betroffene Körperstelle und können so die Verspannung, die zum Schmerz führt, lösen. Doch die gewünschte Wärmewirkung erfolgt nur oberflächlich, so dass die tieferen Muskelschichten sich nicht richtig entspannen können.

Schmerztabletten

Gerade zu Anfang können Schmerzmittel sinnvoll sein, um den Schmerz kurzfristig zu unterbrechen, damit man sich beinahe schmerzfrei bewegen kann. Durch den Schmerz möglicherweise ausgelöste Schonhaltungen werden so vermieden, so dass du rasch wieder an Mobilität gewinnst. Wirkstoffe, wie Diclofenac, Paracetamol oder Ibuprofen, verhindern beispielsweise die Weiterleitung der Schmerzsignale zum Gehirn. So nehmen zwar die Symptome ab, die Ursache des Schmerzes bleibt jedoch weiterhin bestehen. Zudem können Nebenwirkungen auftreten, wie z. B. Bauschmerzen, Übelkeit oder allergische Reaktionen.

Wann zum Arzt?

Arzt mit Röntgenbild
Ein Röntgenbild kann Aufschluss über Rückenprobleme geben

Hast du alles probiert, aber auch noch Tage später ist der Schmerz im Rücken nicht besser? Wenn du die folgenden sechs Fragen mit „Ja“ beantwortest, vereinbare am besten zeitnah einen Termin in der Arztpraxis, um schlimmere Erkrankungen auszuschließen:

  1. Du hast verspürst den Schmerz seit mindestens drei Tagen?
  2. Deine Rückenschmerzen haben in den letzten Tagen zugenommen?
  3. Die Schmerzen werden bei Bewegung, Lachen oder Husten stärker?
  4. Du fühlst dich schlecht, bist schlapp und hast z. B. Fieber?
  5. Du hast Taubheitsgefühle oder verspürst ein Kribbeln im Unterleib oder in den Beinen bzw. Armen?
  6. Du hast plötzlich Magen-Darm-Probleme oder Schwierigkeiten beim Entleeren der Harnblase?

Wir wünschen dir und deinem Rücken auf jeden Fall eine schnelle Genesung – mit Bewegung und der richtigen Behandlung.

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