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Kopfläuse – und jetzt? Haare 

Kopfläuse – und jetzt?

Huch, was krabbelt denn da? Täglich stecken sich mit den winzigen Parasiten Kinder, aber auch Erwachsene an. Besonders häufig krabbelt es auf den Köpfen vom Nachwuchs zwischen dem 5. und 13. Lebensjahr, so dass der Kopflausbefall zur häufigsten Parasitenerkrankung im Kindesalter zählt. Doch was sind Kopfläuse überhaupt, wie kann man sie erkennen, welche Therapieformen gibt es und wie kannst du dich und deine Familie vor Kopfläusen am besten schützen?

Kopflaus, wer bist du?

Kopfläuse zählen zu den Parasiten, haben eine winzige Größe von 2-3 mm und leben bevorzugt auf der behaarten Haut unseres Kopfes, wo sie sich durch ihre sechs Beinchen mit Klauen wunderbar festhalten und bewegen können. Mit bloßem Auge sind sie nur sehr schwer zu erkennen. Die Kopflaus hat keine Flügel, kann auch nicht – wie viele vermuten – springen, sondern bewegt sich lediglich krabbelnd vorwärts. Sie ist mit einem Stechsaugrüssel ausgestattet und ernährt sich so alle zwei bis vier Stunden vom Blut des Menschen. Während ihres Lebenszyklus von rund einem Monat entwickelt sie sich rasch von der Nisse, zur Larve bis zur ausgewachsenen Laus. Weibchen produzieren innerhalb dieser Zeit etwa 100 Eier (Nissen), die sie mit einer klebenden Substanz direkt über der Kopfhaut an die Haare befestigen. Nach nur neun Tagen schlüpfen aus den Eiern kleine Larven, die sich dann zu geschlechtsreifen Läusen entwickeln und für weiteren Nachwuchs sorgen.

Nahaufnahme einer Kopflaus
Die Laus ist nur 2 bis 3 mm groß und bewegt sich liebend gerne krabbelnd über behaarte Haut.

Von der Übertragung zur Kontrolle

Hauptsächlich erfolgt die Übertragung von Kopfläusen direkt von Haar zu Haar. Vor allem im Kindergarten, Spielgruppen oder in der Schule ist die Ansteckungsgefahr hoch, da die Kopfläuse durch den engen Kontakt leicht eingeschleppt werden und sich schleichend weiterverbreiten können, da die Symptome, wie starker Juckreiz, nicht sofort spürbar sind. Bei einem Erstbefall kann es ganze 4-6 Wochen bis zum Juckreiz dauern. Eine ganz schön lange Zeit! Aber wie kommen die sechsbeinigen Krabbler überhaupt ins Haar und warum sind gerade Kinder besonders oft betroffen? Hintergrund ist, dass Kinder oftmals ihre Köpfe beim Spielen, Toben, Kuscheln oder Flüstern zusammenstecken. Aber Achtung: Kopfläuse können auch von Kopf zu Kopf wandern, wenn zum Beispiel die Köpfe nur kurz für ein „Selfie“ zusammengesteckt werden. Daher ist es besonders wichtig bei einem Läusebefall umgehend zu handeln und andere mögliche betroffene Personen und Kinder zu warnen. Sollte zum Beispiel im Umfeld deines Kindes jemand Läuse haben, ist eine umgehende Kontrolle empfehlenswert. Gehe dazu wie nachfolgend beschrieben vor.

Leitfaden zur Kopflausbekämpfung

  • Entwirre zunächst das nasse Haar deines Kindes mit Hilfe einer Haarspülung und eines normalen Kammes.
  • Durchkämme das nasse Haar anschließend Strähne für Strähne mit einem speziellen Läusekamm vom Ansatz bis in die Spitzen. Ein Läusekamm verfügt über besonders engstehende und lange Metallzinken, die an den Enden abgerundet und deshalb schonend für die Kopfhaut sind. Durch die abgewinkelte Form des Kamms wird die Anwendung zusätzlich erleichtert.
  • Besonders wichtig ist die Kontrolle an den Schläfen, im Nacken und hinter den Ohren, da die Läuse dort am liebsten ihre Eier ablegen. Reinige den Kamm nach dem Durchkämmen jeder Strähne mithilfe eines hellen Tuches. Hierbei kannst du leicht feststellen, ob sich Läuse im Haar befinden.
  • Kopfläuse sind ca. 3 mm groß, von länglicher Gestalt, durchsichtig oder bräunlich. Ihre Eihüllen sind oval, weiß bis bräunlich-gräulich und < 1 mm groß. Sie sind meist nahe der Kopfhaut an den Haaren festgeklebt, oft hinter den Ohren.
  • Solltest du bei deinem Kind einen Befall mit Kopfläusen feststellen, kontrolliere bitte auch alle anderen Familienmitglieder und beginne sofort mit einer konsequenten Behandlung.
  • Verwende für eine effektive Behandlung ein zugelassenes Läusemittel und gehe nach der Gebrauchsanweisung vor.
  • Auch wenn Kopfläuse eigentlich nicht in Textilien leben, kann es darüber hinaus sinnvoll sein, Handtücher, Kleidung, Bettwäsche und Kuscheltiere nach intensivem Kontakt bei 60°C zu waschen.

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Tja, aber was macht man, wenn die Kontrolle ergeben hat, dass sich Läuse ins Haar eingenistet haben? Wichtig ist eine umgehende Behandlung mit einem Läusemittel. So bekämpft z. B. NYDA express Kopfläuse, Larven und Eier mit nur 10 Minuten Einwirkzeit. Mit Hilfe von zwei Silikonölen, die das Atemsystem der Kopfläuse, Larven und Eier verschließen, werden die Parasiten abgetötet. Durch dieses physikalische Wirkprinzip wird der menschliche Organismus nicht belastet und es besteht kein erhöhtes Risiko für allergische Reaktionen. Das Robert Koch-Institut empfiehlt übrigens nach 8-10 Tagen eine Wiederholungsbehandlung durchzuführen – sicher ist sicher.

Wer noch weitere Produkte und Packungsgrößen rund um die Läusebehandlung entdecken möchte, findet bei uns im Onlineshop  eine passende Auswahl.

Kopfläusen vorbeugen

Damit es nicht irgendwann erneut zu einem Kopflausbefall kommt, lautet die Regel Nr. 1: Lieber etwas mehr Abstand halten und nicht die Köpfe eng an eng zusammenstecken. Mädchen, die lange Haare haben, sollten lieber beim Spielen ihre Pracht zusammenbinden. So kann man den Kopflausbefall vorbeugen, da ein direkter Kontakt zu den Haaren anderer Kinder unwahrscheinlicher ist. Des Weiteren sind regelmäßige Kontrollen wichtig, da ein Befall leichter behandelt werden kann, wenn er frühzeitig diagnostiziert wird.

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Christin Kröger ist Leiterin der externen Kommunikation für die Versandapotheke apo-rot. Seit über 8 Jahren informiert sie Leser zu Gesundheit, Kosmetik und Wohlbefinden.

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