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Basis Know-How Sonnenschutz: Das ist gut zu wissen! Haut 

Basis Know-How Sonnenschutz: Das ist gut zu wissen!

Noch versteckt sie sich ja gekonnt hinter dicken Wolken, aber eins ist sicher: Die Sonne kommt! Und darauf freuen wir uns. Unsere Haut ist da aber immer etwas zwiegespalten. Natürlich lieben wir die Bräune und brauchen die Sonne (nicht nur) für die Vitamin-D Produktion. Aber genauso gut wissen wir, dass die Sonne uns auch schaden kann. Allen voran unserer Haut. Sich länger ungeschützt der Sonne aussetzen ist nicht nur für helle Hauttypen ein No-Go. Zu aggressiv sind die Sonnenstrahlen und zu wenig kann sich unsere Haut dagegen wehren.

Was muss also her? Richtig, geeigneter Sonnenschutz. Und da muss es nicht für jeden der LSF 50+ sein. Aber ohne Schutz in der Sonne zu brutzeln ist oft eben eine Zerreißprobe für unser größtes Organ, unsere Haut. Wir geben heute ein paar Basics über Sonnenschutz preis, die dich interessieren werden.

1. Was der LSF bedeutet und wieso du trotzdem vorsichtig sein solltest

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Der Lichtschutzfaktor gibt an, wie viel länger du dich mit seiner Hilfe in der Sonne aufhalten kannst. Der Wert des LSF wird mit deiner Eigenschutzzeit multipliziert, um die Zeit auszurechnen, die deine Haut geschützt sein soll. In der Theorie…

Fakt ist, für die Eigenschutzzeit deiner Haut solltest du dich an gültigen Richtlinien orientieren. Wenn du besonders helle Haut hast, kann die Eigenschutzzeit bei nur 5 min liegen, bei sehr dunkler Haut bei 40 min und mehr. Aber auch hier sind immer Zeitspannen angegeben. Wenn du dir unsicher bist: Nimm den kleineren Wert.

Wichtig, um den LSF aufrecht zu erhalten, ist übrigens auch regelmäßiges Nachcremen. Vor allem nach dem Baden, dem Abtrocknen, nach dem Sport. Und wenn du dann noch darauf achtest, dass du alle Körperstellen beim Eincremen erwischst (ja, auch die unter heller Kleidung!), dann sollte der Sonnenschutz dich entsprechend lange schützen.

Wenn du allerdings überhaupt noch nicht an die Sonne gewöhnt bist, zieh am besten rund ein Drittel der gesamten Schutzzeit ab und begib dich generell nach Ablauf der Zeit in den Schatten.

Übrigens, für die Menge an Sonnenschutzcreme gibt es eine einfache Regel: Die elf Hände-Regel! Einfach eine Sonnencreme-Bahn von der Mittelfingerspitze bis zur Handwurzel ziehen und gut verteilen. Das Ganze elf Mal wiederholen: Je eine Bahn pro Arm, zwei Bahnen auf jedes Bein, zwei weitere jeweils für Rücken und Bauch. Abschließend eine Bahn für die empfindliche Haut in Gesicht, Hals und Brustbereich. Achtung: Auch die Ohren nicht vergessen!

2. Chemische und physikalische Filter erklärt

Bei Sonnenschutzprodukten gibt es unterschiedliche Arten von UV-Filtern. Das sind einmal die chemischen Filter und die physikalischen Filter. Bei den physikalischen Filtern ist das Prinzip recht einfach erklärt: Auf die Haut aufgetragen reflektieren sie die UV-Strahlen, sodass diese nicht in die Haut gelangen. Die Pigmente der eingesetzten Stoffe Titanoxid oder Zinkoxid agieren wie kleine Spiegelchen. Sonnencremes mit rein physikalischen Filtern waren dafür bekannt, extrem zu weißeln. Das ist heute oft nicht mehr so. Grund dafür ist meist die Größe der Partikel, die das Licht reflektieren sollen. Kleinste Partikel, sogenannte Nano-Partikel, verhindern, dass wir nach dem Eincremen wie Gespenster aussehen. Diese Partikel sind zwar etwas umstritten, weil man noch zu wenig über ihre Wirkung auf den Körper weiß, das Bundesinstitut für Risikobewertung hat Cremes mit Nano-Partikeln allerdings als unbedenklich eingestuft. Grund ist, dass sie nur in den obersten Hautschichten verbleiben und nicht weiter in den Körper eindringen. Trotzdem müssen sie auf Sonnenschutzprodukten gekennzeichnet sein. So ist es auch leichter für dich, diese zu meiden, wenn du Bedenken hast.

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Chemische Filter wirken hingegen ganz anders. Sie besitzen die Eigenschaft, UV-Strahlung bestimmter Wellenlängen chemisch umzuwandeln, z.B. in Wärme. Für einen Schutz vor verschiedenen Wellenlängen, müssen hierfür mehrere Substanzen kombiniert werden. Chemische Filter stehen immer wieder im Verdacht, Allergien auszulösen. Aber das ist heute oft unbegründet, denn moderne Zusammensetzungen bestehen aus Inhaltsstoffen mit geringem Allergiepotenzial.

3. Kein Sonnenschutz ist KEINE Alternative

Sonnenschutz wird einfach immer noch unterschätzt. Nein, er ist nicht nur dazu da, deine Haut vor Fältchen zu schützen, die zu einem großen Teil tatsächlich durch zu viel Sonne oder Solarium entstehen können. Viel mehr geht es hier um deine Gesundheit. Ja, unsere Haut braucht die Sonne, nicht zuletzt um das wichtige Vitamin D zu bilden. Aber dafür genügt ein wenig Zeit in der Sonne. Ausgiebige Sonnenbäder ohne Schutz  schaden oft mehr als das sie nützen. Und deswegen ist ausreichender Schutz in der Sonne so wichtig! Gerade bei hellen Hauttypen kann die Haut schnell mal verbrennen. Zu viel UV-Strahlung kann in den Hautzellen das Erbgut schädigen, was zu Veränderungen und schlimmstenfalls zu Krebs führen kann.

Sonnenschutz ist also unerlässlich. Und damit ist sowohl entsprechende Kleidung und Sonnencreme gemeint, als auch, sich nicht zu lange in der prallen Mittagssonne aufzuhalten, sich langsam an die Sonne zu gewöhnen oder sie ggf. auch ganz  zu meiden, wenn die Schutzzeit abgelaufen ist. Und das gilt für alle, insbesondere für Kinder, die besonderen Schutz vor der Sonne benötigen. Unsere Haut vergisst keinen Sonnenbrand und sollte als unser größtes Organ besonders liebevoll behandelt werden.

In diesem Sinne wünschen wir dir eine sonnige und geschützte Zeit!

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Christin Kröger ist Leiterin der externen Kommunikation für die Versandapotheke apo-rot. Seit über 8 Jahren informiert sie Leser zu Gesundheit, Kosmetik und Wohlbefinden.

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