Du bist hier
Die Do’s und Don’ts bei akutem Durchfall Gesundheit 

Die Do’s und Don’ts bei akutem Durchfall

Im Repertoire unsere Verdauung ist wohl nichts so unbeliebt wie der Durchfall. Und auch wenn gelegentlicher wässriger oder weicher Stuhl erstmal nichts besorgniserregendes ist, wenn er andauert, kann er gerade für Kinder und ältere Menschen gefährlich werden. Nichtsdestotrotz, akuter Durchfall ist in jedem Fall unangenehm und der Betroffene möchten ihn so schnell es geht loswerden.

Definition von akutem Durchfall

Es gibt akuten und chronischen Durchfall. Akuter Durchfall ist gegeben, wenn man mehr als dreimal am Tag Stuhl absetzen muss, dieser zu weich oder flüssig ist und eine gewisse Menge erreicht (mindestens 200 g pro Tag). Akuter Durchfall dauert auch nicht länger als zwei bis drei Wochen. Ist dies doch der Fall, spricht man von chronischem Durchfall. Dieser hat meist andere Ursachen. Die Auslöser von länger andauerndem Durchfall sollten auf jeden Fall von einem Arzt geklärt und entsprechend behandelt werden.

Ursachen

 

Bei akutem Durchfall gibt es unterschiedliche Ursachen:

  • Erreger
    • meist Viren oder Bakterien, seltener Pilze
    • z.B. Magen-Darm Erkrankung oder Reisedurchfall

      Imodium akut lingual mit dem Wirkstoff Loperamid. Praktische Schmelztabletten für unterwegs. 12 Stück, 6,69 EUR
  • Lebensmittel
    • zu fette oder scharfe Speisen
    • Süßungsmittel
    • Unverträglichkeiten
  • Stress
  • Medikamente
    • z. B. Antibiotika
  • Vergiftungen
  • ggf. Menstruationskrämpfe

 

Was tun bei akutem Durchfall? – Die Do’s und Don’ts

Akuter Durchfall ist in der Regel gut behandelbar. Da er aber gerade für Kinder, ältere oder immungeschwächte Menschen durch den Flüssigkeitsverlust wirklich gefährlich werden kann, sollte man sich an einige Hinweise halten.

Do: Auf die Begleitsymptome achten

Durchfall an sich ist selbst keine Erkrankung, sondern nur ein Symptom. Er kann also mit anderen Begleiterscheinungen auch auf sehr ernste Erkrankungen hinweisen. Spätestens bei Fieber, Blut im Stuhl, schlechtem Allgemeinzustand oder einer Dauer über drei Tagen muss ein Arzt hinzugezogen werden. Und das gilt für gesunde Menschen. Schwangere, Kinder, alte oder kranke Menschen sollten schon nach kurzer Zeit bei Durchfall einen Arzt aufsuchen.

Do: Viel trinken!

Es ist das oberste Gebot bei Durchfall: Die verlorene Flüssigkeit muss dem Körper wieder zugeführt werden. Wasser, Tee und Suppen sind die Freunde des Durchfall-Geplagten. Wenn der Flüssigkeitsverlust aber zu hoch ist und gefährlich wird, werden Ärzte allerdings eher Infusionen verabreichen.

Don’t: Falsches Essen

Bei Durchfall ist Schonkost angesagt. Wenn er durch Krankheitserreger ausgelöst wird, muss die Verdauung entlastet werden und die verlorenen Elektrolyte, einfach gesagt „Salze“, müssen wieder aufgenommen werden. Deshalb gibt es auch den bekannten, wenn auch nicht allzu hilfreichen Tipp mit den Salzstangen. Besser sind Suppen, Breie, auch Babynahrung, basisches Obst und Gemüse wie geriebene Äpfel, Bananen oder Karotten. Scharfes, fettes oder extem zuckerhaltiges Essen ebenso wie Milchprodukte oder blähende Lebensmittel sollten auf jeden Fall erst einmal gemieden werden.

Kommt der Durchfall wegen einer Allergie oder Unverträglichkeit (z.B. Laktoseintoleranz) zustande, gilt es, auf die auslösenden Lebensmittel zu verzichten.

Don’t: Cola und Salzstangen

Jeder kennt das alte Hausmittel bei Durchfall. Salzstangen bringen leider nicht so viel, wie gedacht und Cola kann sogar kontraproduktiv sein. Der Körper verliert beim Durchfall Natrium und Kalium. Salzstangen liefern allerdings nur Natrium. Außerdem isst man durch die Salzstangen möglicherweise eine zu große Menge Salz. Das kann dem Körper jedoch noch mehr Wasser entziehen, als es der Durchfall sowieso schon tut.

Der viele Zucker in der Cola kann den Durchfall sogar noch schlimmer machen. Außerdem kann das Koffein der Cola den Verlust von Kalium noch verstärken. Alles in allem also keine ideale Kombination. Bei akutem Durchfall sollte also besser auf die klassische Schonkost gesetzt werden. Gerade bei Kindern ist der veraltete Tipp daher keine gute Idee.

Do: Vernünftige Selbstmedikation

 

Imodium akut duo bei akutem Durchfall mit Bauchkrämpfen und Blähungen. Simeticon löst die Gasbläschen im Darm auf, Loperamid hilft gegen den Durchfall. 12 Stück, 7,40 EUR

Flüssigkeit, Schonkost und Ruhe können gegen leichten Durchfall schon genügen. Ist der Durchfall stärker oder man möchte eine schnellere Hilfe, kann gezielte Selbstmedikation sinnvoll sein. Präparate mit dem Wirkstoff Loperamid zum Beispiel können helfen, den Durchfall innerhalb weniger Stunden zu lindern oder sogar ganz zu stoppen. Loperamid vermindert die gesteigerte Darmtätigkeit und sorgt so dafür, dass wieder mehr Flüssigkeit, Elektrolyte und Nährstoffe aus der Nahrung aufgenommen werden können. Außerdem reduziert der Wirkstoff die vermehrte Abgabe von Flüssigkeit und Elektrolyten in den Darm.

Der Wirkstoff kann von Erwachsenen oder Jugendlichen ab 12 Jahren eingenommen werden. Mehr als zwei Tage sollten Präparate mit Loperamid allerdings nicht ohne ärztliche Aufsicht eingenommen werden. Stellt sich bis dahin keine Besserung ein, sollte der Hausarzt aufgesucht werden. Durchfall bei Kindern und immungeschwächten Menschen ist ebenfalls am besten mit dem Arzt zu klären.

 

 

 

Related posts

Leave a Comment