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Neurodermitis – mehr als nur trockene Haut Haut 

Neurodermitis – mehr als nur trockene Haut

Bei Neurodermitis denkt man wahrscheinlich zuerst an sich kratzende Kinder, an trockene Haut und Rötungen. Aber Neurodermitis, auch als atopisches Ekzem bezeichnet, ist mehr als trockene, gerötete Haut. Was genau Neurodermitis auslöst, ist nicht abschließend geklärt. Genetische Vorbelastung ist laut Wissenschaft einer der Gründe für das Ausbrechen der Krankheit. Neben der Neigung zur Atopie (der Überempfindlichkeit gegenüber harmlosen Erregern) ist eine angeborene, chronische Störung der Hautschutzbarriere Teil der Neurodermitis. Die Haut verliert dadurch zu viel Feuchtigkeit und  kann sich nicht optimal vor äußeren Einflüssen schützen.

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Neurodermitis tritt schubweise auf. Die Haut reagiert auf eigentlich harmlose Reize mit einer verstärkten Immunreaktion. Das führt zu Entzündungen mit den genannten, quälenden Symptomen. Allen voran der Juckreiz, der für Betroffene ohne Zweifel die schlimmste Belastung darstellt.

Die Erkrankung tritt bei rund 10% der Kinder und rund 1-2 % der Erwachsenen auf. Neurodermitis bei Kindern verschwindet allerdings oft in der Pubertät wieder. Die Erkrankung kann schon bei Säuglingen auftreten, meist im Gesicht oder an der Kopfhaut. Da das Aussehen dieser Hautverkrustung an verbrannte Milch erinnert, nennt man sie hier auch Milchschorf.

Besonders Kinder leiden an dem oft quälenden Juckreiz, der sich unglücklicherweise auch noch in den Abend- und frühen Nachtstunden besonders bemerkbar macht. Der Druck, den immensen Juckreiz mit Kratzen zu lindern, ist groß und führt dann verständlicherweise zu Wut und Tränen. Das Kratzen sollte unterbunden werden, denn es macht die Symptome leider nur noch schlimmer:

Durch den mechanischen Reiz wird die Hautschutzbarriere weiter geschädigt und durchlässiger für Reize von Außen. Das ruft eine stärkere Hautreaktion hervor, die wiederum mit mehr Juckreiz, Rötungen und Entzündungen einher geht. Das Bedürfnis zu kratzen wird also noch größer.

Anstatt zu kratzen, können Kinder die juckende Stelle zum Beispiel beklopfen oder leicht zupfen. Auch das Kratzen an nahe gelegener Stelle, die nicht von der Entzündung betroffen ist, kann das Jucken lindern. In der Nacht helfen oft aber nur spezielle Neurodermitis-Handschuhe oder Overalls, da sich Kinder leider auch unbewusst wund kratzen.

Die richtige Körperpflege spielt bei Neurodermitis eine wichtige Rolle und hilft, die Beschwerden deutlich zu lindern. Der Haut sollte in erster Linie nicht noch zusätzlich Feuchtigkeit und Fett entzogen werden. Außerdem braucht sie Hilfe dabei, sich gegen Irritationen von außen zu schützen. Aggressive Reinigung oder reizende Inhaltsstoffe sind daher tabu. Inhaltsstoffe, die gemieden werden sollten sind zum Beispiel:

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  • Parabene
  • Alkohol
  • Duftstoffe
Schonend reinigende, rückfettende Duschcreme für Neurodermitis und trockene Haut. Seifenfrei, ohne Duftstoffe, ohne Parabene. Mit Karitébutter. 200 ml, 9,35 EUR

Betroffene sollten bestenfalls nicht täglich duschen, selten und nur kurz baden und keine Tenside oder Peelings verwenden. Seifenfreie Waschlotionen, die rückfettende Eigenschaften haben, sind optimal. Nach dem Duschen oder Baden heißt es: Eincremen. Und das mit einer Pflege, die die Haut beruhigt und Feuchtigkeit spendet. Das mindert auch den Juckreiz und kann im besten Fall erneuten Schüben vorbeugen. Wenn der Juckreiz einmal besonders schlimm ist, helfen auch Akut-Pflegepräparate mit konzentrierten Wirkstoffen, die den Juckreiz schnell lindern.

Bei der Kleidung ist Baumwolle empfehlenswert. Synthetische Materialen oder Wolle reizen die Haut eher. Da Neurodermitis-Schübe auch durch Faktoren wie Stress ausgelöst werden können, hilft es auch, ein ruhiges und entspanntes Umfeld zu schaffen. Auch Entspannungstechniken wie Autogenes Training können helfen, die Schübe abzumildern.

Bei schwereren Formen der Neurodermitis ist aber immer eine Klärung und Absprache mit dem Arzt notwendig. In vielen Fällen kann die richtige Pflege schon zur deutlichen Linderung verhelfen, aber manchmal führt kein Weg an stärkeren Wirkstoffen, wie z.B. Cortison vorbei, um die Hautentzündung in Schach zu halten. Glücklicherweise leiden die meisten Betroffenen an moderaten Formen der Neurodermitis, die sich mit einer angepassten Pflegeroutine und einem Stress reduzierten Umfeld schon deutlich verbessern lässt.

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