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Chronische Schmerzen – Was beachten bei Bewegung und Sport? Gesundheit 

Chronische Schmerzen – Was beachten bei Bewegung und Sport?

Chronische Schmerzen sind lästig, ob in Bewegung oder Ruhe. Was, wenn man sich aber gern sportlich betätigen möchte? Was geht und was sind Alarmsignale?

Wenn Schmerzen, die aus einer Verletzung oder Erkrankung, wie z. B. Arthrose entstehen auch nach der Heilung noch Probleme verursachen, spricht man von chronischen Schmerzen. Für die Diagnose muss der Schmerz mindestens drei bis sechs Monate bestehen und den Patienten physisch und psychisch einschränken.

Und Einschränkung ist das Stichwort. Neben den Kopfschmerzen sind es nämlich die Schmerzen des Bewegungsapparates, nämlich Rücken und Gelenke, die die häufigsten Bereiche chronischer Schmerzen darstellen. Gerade für aktive Menschen ist das eine immense Belastung. Inwieweit kann und sollen Bewegung und Sport in den Alltag integriert werden, wenn jede Bewegung schmerzt?

Erst einmal muss mit einem Trugschluss aufgeräumt werden. Bewegung ist nicht schädlich für Menschen mit chronischen Schmerzen! Im Gegenteil: Die richtige Art von Sport kann die Schmerzen sogar lindern. Gestärkte Muskeln und geschmeidige Gelenke sorgen in der Regel eher für eine Verbesserung der Symptomatik, wenn sich an die individuelle Schmerzsituation und Belastungsgrenze angepasst wird.

Sportarten wie Aquajogging oder Radfahren bzw. Ergometertraining eignen sich gut als Ausdauersportarten bei Gelenkschmerzen. Jogging, Tennis oder andere ruckartige Sportarten sind dagegen eher kontraproduktiv. Um den Bewegungsapparat zu stärken, ist, gerade auch bei Muskel- und Rückenschmerzen, moderates Krafttraining sinnvoll. „Krafttraining kann sowohl frei, z. B. mit Hanteln und/oder Theraband oder auch im Studio an Geräten erfolgen“, so Dr. med. Peter Möller, Facharzt für Orthopädie in Hamburg.

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Betroffene wissen aber: Das alles geht nicht ohne Schmerzen. Gerade am Anfang von körperlicher Betätigung zeigen sie sich deutlich. Leichte Schmerzen stellen aber ersteinmal kein Problem dar. „Während der Sportausübung sollten Schmerzen nicht zu einer veränderten, also verkrampften Atmung führen oder gar Tränen fliessen. “ so Möller. „Länger anhaltende Beschwerden, die durchaus auch über Tage bestehen können, sind ein Hinweis auf eine zu hohe Trainingsintensität.“

Die Muskulatur zu dehnen ist hier besonders wichtig. Und auch Pausen, gerade in der Anfangszeit des Trainings sind wichtig. „Ein Tag mindestens“, empfiehlt der Orthopäde.

Sind die Schmerzen nach dem Sport einmal doch zu stark, helfen bei akuten Beschwerden oft kühlende Behandlungen. Auch schmerzstillende Salben eignen sich für akute Muskel- und Gelenkschmerzen nach dem Sport oder generell bei Menschen mit Arthrose. Gerade bei Finger- und Kniearthrose können sie Schmerzlinderung über mehrere Stunden verschaffen. Sie hemmen die Botenstoffe namens Prostaglandine, die Schmerzen und Entzündungen auslösen.

Trotz, dass moderate Bewegung in der Regel vorteilhaft bei chronischen Schmerzen ist, ist es wichtig, mit dem behandelnden Arzt individuell zu klären, was geht und was nicht. Insbesondere bei entzündlichen Erkrankungen wie Arthrose. Treten starke Schmerzen nach Bewegung und Sport auf, ist das meist ein Zeichen für zu viel oder falsche Belastung. Hier sollten auch Patienten mit chronischen Schmerzen ihrem „Schmerzwarnsystem“ vertrauen.

 

 

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