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Gesund im Mund – Tipps bei Entzündungen Gesundheit 

Gesund im Mund – Tipps bei Entzündungen

Essen und Trinken fällt schwer, sogar das Sprechen kann schmerzen. Entzündungen der Mundschleimhaut gehören ganz sicher in die Kategorie „kleine Wunde – großer Schmerz“.

Eine Mundschleimhautentzündung, Stomatitis in der Fachsprache, kann als Begleiterscheinung einer anderen Erkrankung, aber auch als eigenständiges Krankheitsbild auftreten. Auch in der Krebstherapie tritt sie häufig auf. Ist auch das Zahnfleisch betroffen, sprechen Mediziner von einer Gingivostomatitis.

Eine Mundschleimhautentzündung zeigt sich durch Rötung, Schmerzen, ggf. auch durch Belag auf der Mundschleimhaut. Weitere Symptome können sein:

  • Schwellung
  • Mundgeruch
  • Schleimhautblutungen
  • Aphthen, Erosionen, Bläschen
  • Brennen
  • Geschmacksverlust
  • Taubheitsgefühl
  • Schluckbeschwerden

Eine Stomatitis wird durch unterschiedliche Erreger und Faktoren ausgelöst. Hauptsächlich sind das Bakterien, Pilze oder Viren. Auch äußere Einflüsse wie Hitze oder mechanische Reize können die Ursache sein. Eine schlecht sitzende Zahnprothese oder ein kaputter Zahn z.B. reizen die Mundschleimhaut so sehr, dass sie sich entzündet. Hormonschwankungen, Vitaminmangel oder allergische Reaktionen zählen ebenso zu den möglichen Ursachen einer Stomatitis.

Auch in der Chemotherapie treten Mundschleimhautentzündungen, gerade bei Bestrahlung von Kopf und Hals, sehr häufig auf. Und auch nach Zahnoperationen oder Eingriffen am Zahnfleisch kann es zu einer Stomatitis kommen.

Stomatitis durch Pilze ausgelöst ist eine bekannte Begleiterscheinung von Behandlungen mit Antibiotika, aber auch bei Erkrankten mit geschwächtem Immunsystem z. B. bei AIDS.

Behandlung und Vorbeugung

Die Mundschleimhaut sollte jetzt in erster Linie vor weiteren Verletzungen geschützt werden. Scharfe, zu heiße und scharfkantige Speisen sollten vermieden werden. Auf Alkohol und Nikotin sollte verzichtet werden. Eine harte Zahnbürste sollte durch eine weiche ersetzt werden.

Hexoral Lösung zum Gurgeln wirkt antibakteriell und schmerzlindern, auch nach OPs im Mundraum. 200 ml, 7,29 EUR

Lösungen und Sprays, die antibakteriell und keimtötend wirken, sind ein hilfreiches Mittel bei der Behandlung. Sie wirken sowohl bei Mundschleimhaut- als auch bei Zahnfleischentzündungen. Es gibt sie zum Gurgeln und als Spray. Bei Gurgellösungen sollte aber in jedem Fall darauf geachtet werden, dass das Medikament nicht verschluckt wird. Einige Präparate wirken zusätzlich schmerzlindernd, was das Essen und Trinken wieder erleichtert.

Für die gezielte und einfache Behandlung von entzündetem Zahnfleisch und Mundschleimhaut. Wirkt antibakteriell. Auch nach Zahn- und Zahnfleisch-OPs. 40 ml, 7,68 EUR

Wer gern milde, pflanzliche Möglichkeiten bevorzugt, kann mit Kamillen- oder Salbeitee spülen. Sollten sich die Symptome allerdings nicht bessern, Fieber dazukommen oder die Entzündungen immer wiederkehren, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Zur Vorbeugung von Entzündungen der Mundschleimhaut ist eine richtige Mundhygiene das oberste Gebot. Zähne und Zahnzwischenräume müssen gründlich gereinigt werden, gerade auch die Übergänge von natürlichen Zähnen und Prothesen. Auch die Zunge lässt sich mit einem Zungenreiniger unkompliziert reinigen. Die halbjährlichen Kontrolltermine beim Zahnarzt sollten unbedingt eingehalten werden. Denn auch Zahnstein und Karies können Ursachen für Entzündungen sein.

Menschen mit Zahnersatz sollten diesen mindestens zweimal täglich intensiv reinigen und auch nach jedem Essen mit einer weichen Zahnbürste putzen.

Eine gesunde, vitaminreiche Ernährung, viel trinken und der Verzicht auf Nikotin und große Mengen Alkohol hilft zusätzlich, den Mund vor schmerzhaften Entzündungen zu schützen.

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