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Haare färben Haare So gesund 

Haare färben

Mal schnell eine Tönung kaufen, um das erste Grau abzudecken oder um einfach mal anders auszusehen? Gar nicht so einfach. Das Regal mit den Haarfärbemitteln im Drogeriemarkt ist meterlang, die Auswahl schier überwältigend. So behältst du den Überblick.

Tönung ist nicht gleich Intensivtönung

Bei Tönungen lagert sich die Farbe einfach ans Haar an und ist nach acht bis zwölf Haarwäschen herausgewaschen. Diese Produkte müssen niemals aus zwei Komponenten angerührt werden, man kann sie direkt aus der Verpackung aufs Haar auftragen. Doch anders als früher muss man Tönungen heute suchen.

Der Grund für die Verdrängung aus dem Markt: „Der Verbraucher wünscht ganz einfach dauerhafte Haarfarben“, sagt Dr. Astrid Kleen, Leiterin Forschung und Entwicklung Haarfarben bei Schwarzkopf. Wer graue Haare effektiv verschwinden lassen will, braucht mehr Farbkraft. Außerdem spielt unsere Naturhaarfarbe eine Rolle: In Mitteleuropa ist das meistens Dunkelblond bis Hellbraun, die beliebte Haarfarbe Hellblond lässt sich nur mit mehr Chemie erreichen.

Auch einen kühlen Farbton (mit hohem sogenanntem Aschanteil) bekommt man nicht mit einer Tönung aufgewärmt. Das schaffen nur Produkte, die im Haar selbst wirken. Und da gibt es zwei Kategorien: Intensivtönungen und Colorationen. Erstere empfiehlt Expertin Kleen gerade Einsteigern.

„Intensivtönungen kommen gegenüber Colorationen mit sehr viel weniger Alkalisierungsmitteln und Wasserstoffperoxid aus.“ Diese Art der Haarfarbe wäscht sich sanft aus und hält bis zu 28 Wäschen. „Colorationen dagegen enthalten oft Ammoniak und deutlich mehr Oxidationsmittel“, so die Chemikerin.

Vorteil: Es lassen sich damit auch große Farbsprünge umsetzen. Allerdings muss hier die Farbe rauswachsen, und es entsteht meistens ein harter Ansatz. Colorationen ohne Ammoniak sind generell etwas milder, manche verfügen zusätzlich über pflegende Öle.

Damit die Haarfarbe im Haar wirken kann, muss sie kurz vorher aus zwei Komponenten angemischt werden, man gibt zum Beispiel eine Creme in eine Flasche und schüttelt ordentlich. Bei sogenannten Schaumcolorationen mischt sich der Schaum beim Druck auf die Düse selbst. Weiterer Vorteil für Anfänger: Schaum lässt sich besonders leicht im Haar verteilen.

Pflanzenfarben tönen besonders intensiv. Dafür aber schonend.

Die Ökos machen es anders

Und was ist mit Naturhaarfarben? Sie lagern sich wie Tönungen nur von außen an und schaffen keine großen Farbsprünge. Aber sie gehen eine so starke Verbindung mit den Haaren ein, dass sie sich nicht oder nur sehr langsam herauswaschen. Nachteile: manchmal ein Ansatz, immer eine lange Einwirkzeit von mindestens einer Stunde. Der Vorteil: keine Chemie, und das Haar bekommt einen tollen Glanz.

Viele halten sich für dunkler, als sie sind

So weit der kurze Überblick. Bevor du jetzt zugreifen kannst, musst du aber noch deine eigene Haarfarbe richtig einschätzen. Und das ist auch nicht so leicht. „Viele halten sich auf Anhieb für viel dunkler, als sie es in Wahrheit sind“, sagt Astrid Kleen. Schaue dir darum die Vorher/Nachher-Bilder auf der Verpackung ganz genau an, halte ggf. eine Haarsträhne daran. Oder nutze eine App; im „Schwarzkopf Frisuren Styleguide“ z. B. kann man ein Foto von sich hochladen, und die App sagt einem, welche Produkte man für seine Wunschhaarfarbe braucht.

 

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